Ende. Finito. Dead End.
So kam es Ende 2018 in Hamburg in der Goernestraße zu einem nervösen, unruhigen Tod.
Tom 1.3 – leicht optimierte Version über all die Jahre des Anpassens
(immerhin, da war eine Entwicklung!!) – stirbt.
Alleine. Verzweifelt. Angstvoll.
Null Ausrichtung.
Kein Plan, wirklich keinen blassen Schimmer, wie es bei ihm weitergeht.
Bleibt er jetzt für immer in einer hölzernen Kiste und atmet dort in meinem toten Körper und betrachtet von dort aus das Spiel des Lebens?!
Nein. Er hatte Glück. Er darf sich vom Acker machen. Aber Avanti, Avanti!
Die Augen seines Körpers schlagen erneut auf. Tom 0.15 ist (wieder?!?) da.
Verändert. Unverändert. Verändert. Klar.
Ich hatte meine erste wirkliche Lektion in meinem bisher sehr ein- maximal zweitönigen Leben gelernt:
Ich verschwende nicht länger Lebenskraft darauf, ein äußeres Selbst aufzubauen und stolz im Mantel des Potentials zu stolzieren. Ein Gockel ohne Stimme und Substanz. Deutlicher gesagt.
Es gab kein zurück mehr zum alten Leben und es funktionierte auch nicht mehr.
Der Stecker war gezogen. Der Show vorbei.
Die Realität war, dass ich ein Leben lang vor mir, vor dem Leben geflüchtet war und mich in Phantasien sicher gewähnt hatte.
Nun bin ich 2019 ausgebrochen. Endgültig.
Okay. Ja, meine innere Wahrheit war kristallklar, floß durch mich.
Doch hatte ich etliche Rollen eifrig angenommen (Ich wollte ja überall mitspielen..).
Die musste ich in der darauffolgenden Zeit nach und nach zurückgeben oder anders ausfüllen. Ehrlich gesagt war das der nervigste Part. Aber unvermeidlich.
Denn in mir wuchs eine Idee, die sich mehr und mehr ausdrücken, Gestalt annehmen wollte:
Architectus Animi.
Der Name kam erst später, doch die Energie, die durch mich floss, war so stark.
So klar. So intensiv. Sie brauchte Raum. Sie brauchte Struktur. Und die bekam sie.