008 — Architectus Animi:
Ist Leichtigkeit dein Gradmesser?

Wer kennt diesen Flow nicht,

wenn alles läuft,

wenig Reibung da ist,

du dich einfach nur klar und stark fühlst.

 

Ein Zahnrad greift in das nächste.

 

Einfach wunderbar und leicht.

Dat läuft.

 

Doch was ist, wenn dieser Zustand eigentlich eine Folge kontinuierlichen Wachstums ist, Widerstände zu sehen, zu fühlen und ständig in sich in deine Bewegung zu integrieren?

 

Und nicht das Ziel in the first place!

 

Klar. 

Es gibt auch eine andere Möglichkeit.

 

Die Widerstände umschiffen, die klaren Begrenzungen ignorieren, sich kleiner machen, sich wegbeamen und einen illusorischen Flow erzeugen.

 

Als ich so lebte, war mir nicht bewusst, dass es der Denial-Modus schlechthin ist.

 

Du bleibst in deinem sicheren Hafen und hast zwar dein Schiff startklar, 

legst nie ab, 

träumst aber von deinen Errungenschaften und Abenteuern.

 

Saturday Night Fever im eigenen mentalen Konstrukt.

 

Ein tanzender Verstand unter der Diskokugel der eigenen Zelle im Gefängnis der eigens angenommenen, geglaubten Begrenzungen.

 

Das tat weh, als ich dann den Verstand als mich beobachtete, wie ich mir etwas vormachte.

 

Diese Erkenntnis tut weh!

 

Doch das Schiff kann jederzeit ablegen, 

es ist nie zu spät. 

 

Auch für dich nicht.

 

Der schwierigste Schritt ist es, 

zu bemerken, dass Leichtigkeit in erster Instanz nicht der Gradmesser für dich sein sollte, 

sondern die Widerstände, die Begrenzungen klar zu facen.

 

Ironischerweise wird dann eine Leichtigkeit entstehen, eine etwas andere Leichtigkeit,

die durch deine neue Realität, 

durch dein wirklich lebendiges Leben, aus deiner gewählten Bewegung entsteht.

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