020 — Architectus Animi:
Der Ausbruch

Was ist der Ausbruch?

 

Eine Rebellion?

Nein.

 

Notwendig.

Jein.

 

Kommt drauf an, was du erleben möchtest. 

 

Gibt es dich und das Universum? Bist du NUR ein Teil des großen Ganzen. Ein Fisch im endlosen Teich?

Dann nein.

 

Gibt es dich und das Universum? Und bist du das Zentrum all dessen, entsprungen aus deinem Bewusstsein?

Dann ja. 

 

Erschüttert es deine Grundfeste?

Ja.

 

Doch hier kommt der Twist.

 

Tut es das nicht eh schon?

Wenn du wirklich einen Ausbruch in dir fühlst, fühlst du auch, dass er unausweichlich ist.

 

Ein Zersetzungsprozess all deiner geglaubten Konzepte, mentalen Konstrukte und Glaubensanker. 

 

Solange du dich wohl innerhalb deiner Grenzen fühlst, wirst du niemals einen Ausbruch erleben?

 

Wozu auch? 

Es gibt dich und das Universum und du bekommst einen Stück vom Kuchen und der schmeckt gut. 

Noch. 

 

Wenn du allerdings an dem Punkt stehst, wo dieses eine Stück Kuchen, nicht mehr deins ist, sondern du in dir fühlst, dass du den gesamten Kuchen NEU backen willst, dann steht der Ausbruch an. 

 

Was bleibt noch von dir übrig, wenn alle Glaubenskonstrukte, all deine Identitäten wegfallen?

 

Nichts.

Oder auch dein Kern.

Das ist jetzt Geschmacksache. 

 

Als ich an dem Punkt stand, als NICHTS mehr ging. 

War mir bewusst, dass ich durch die Tür schreiten muss. 

 

All die Bilder von mir los lassen muss. All die Vorstellungen, wie ich glaubten sein zu müssen. 

All meine Rollen, die ich im Leben bekleidete. 

 

Ich hinterfragte alle, oder viel mehr alles wurde von etwas in mir hinterfragt.

 

Ich war überwältigt von den Emotionen, von der Angst, die hinter all den Identitäten steckte.

 

Jede Identität hat mir das Gefühl gegeben etwas zu sein. Etwas abzubilden. 

 

Doch war da immer die Gap zwischen mir und dem Bild im Außen. Es war nie das volle Bewusstsein in meinen Rollen. 

 

Und das änderte sich nach dem Ausbruch. 

 

Du führst weiterhin ein Leben auf dieser Erde. Aber nicht nur ein Leben, sondern DEIN Leben. 

 

Gibt es dann noch Rollen?

 

Ja, klar.

Doch verwechselst du dich nicht mehr mit der Rolle, die du spielst, sondern du füllst sie voll mit dir aus und genießt ALLES, was sie mit sich bringt.

 

Du wählst deine Rollen bewusst, und gestaltest sie nach deinen Vorstellungen. 

 

Und das ist noch so viel mehr, was auf dich dann zukommt. Das, was durch Worte nicht reflektiert werden kann.

 

Noch nicht. 

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